Assistenzhund für Simon: Simba begleitet ihn jetzt durchs Leben

Simon ist ein autistischer Achtjähriger aus dem Rosental. Sein größter Wunsch: ein Hund. Jetzt ist Cocker Spaniel Simba da!

Die TherapiehundeTeams Kärnten bilden seit über 25 Jahren Mensch-Hunde-Teams aus. Als gemeinnütziger Verein ist es den Verantwortlichen ein besonderes Anliegen, sich auch karitativ zu engagieren. Jedes Jahr werden deshalb verschiedene soziale Projekte unterstützt.

Anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums im vergangenen Jahr wurde ein Teil der Kurseinnahmen sowie die beim großen Jubiläumsfest gesammelten Spenden für ein besonderes Vorhaben bestimmt: einen Assistenzhund für einen zehnjährigen Buben, der dringend Unterstützung im Alltag benötigt.
Simon ist acht Jahre alt und lebt mit einer Beeinträchtigung aus dem Autismus-Spektrum. Er ist vier Jahre in Kanada aufgewachsen, wohin es seine Mutter aus privaten Gründen verschlagen hatte. Seit vier Jahren ist Simon zurück in Kärnten und lebt gemeinsam mit seiner Mutter und seiner Großmutter im Rosental. Sein größter Wunsch seit langer Zeit: ein Hund.

Therapie- und Assistenzhunde können Menschen mit Autismus dabei helfen, den Alltag besser zu bewältigen. Für Simons Familie, in der auch Mutter und Großmutter mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen leben müssen, waren die Anschaffung und die Ausbildung eines solchen Hundes aber finanziell nicht zu bewältigen.
Deshalb haben die TherapiehundeTeams Kärnten die Anschaffung des Hundes finanziert und werden ihn kostenlos zum Therapiebegleithund und anschließend zum Assistenzhund ausbilden.

Der kleine Cocker Spaniel hat von Simon den Namen Simba bekommen. Die beiden sind schon jetzt unzertrennlich. In diesen Tagen stand der erste Besuch in der Hundeschule auf dem Programm. Dabei erwies sich Simba mit seinen neun Monaten als gelehriger Schüler. Mit der Hundeschule beginnt für ihn der Ausbildungsweg zum Therapiebegleithund und später zum Assistenzhund.

Karitatives Engagement bleibt fixer Bestandteil des Vereins Die TherapiehundeTeams Kärnten haben im September im Rosental auch zwei Familien bei den Kosten für den Schulanfang unterstützt. Dieses Engagement möchte der Verein fortsetzen. Ein Teil der Einnahmen aus den angebotenen Kursen wird daher weiterhin für karitative Zwecke verwendet.


„Wir sehen uns da als gemeinnütziger Verein einfach in der Pflicht, dort zu helfen, wo es dringend gebraucht wird und wo wir helfen können“, sagt Obfrau und Ausbildungsleiterin Cornelia Lorenz.

Wer eine Ausbildung bei den TherapiehundeTeams Kärnten absolviert, trägt damit nicht nur zu einem besseren Verständnis zwischen Mensch und Hund bei, sondern unterstützt gleichzeitig auch verschiedene wohltätige Projekte.

Neue Kurse starten Ende Oktober

Bei den TherapiehundeTeams Kärnten arbeiten ausschließlich staatlich geprüfte, tierschutzqualifizierte Hundetrainerinnen. Am 26. Oktober startet der nächste Kurs „Mensch & Hund im Dialog“. Im Mittelpunkt steht dabei, den eigenen Vierbeiner besser kennenzulernen, seine Signale zu verstehen und die Zusammenarbeit zu stärken.

Wer möchte, kann die Ausbildung mit der Internationalen Begleithundeprüfung abschließen (gilt auch als virtuelle Leine) oder direkt weiter in die Therapiehundeausbildung einsteigen. Dafür sind noch dann acht supervidierte Einsätze in Alters- und Pflegeheimen oder Schulen sowie die abschließende Prüfung durch das Messerli-Institut der Veterinärmedizinischen Universität Wien zu absolvieren.
Infos und Anmeldungen: hier